Aus diesem Anlass fand ein ökumenischer Gottesdienst am Ort der Stille und Besinnung statt,
einem ehemaligen Meilerplatz am linken Hennabachufer.

 Pfarrer Wilfried Vogt, Leerstetten
Pfarrer Gottfried Stark, Schwand
      Pfarrer Tobias Scholz, Schwand-Rednitzhembach

gestalteten den Gottesdienst zum 640-jährigen Bestehen von Furth.


Das musikalische Geleit durch den Gottesdienst gab ein gemeinsamer Posaunenchor aus Leerstetten und Schwand, unter der Leitung von Helmut Röhn.




Nach dem Gottesdienst gab es stündliche Führungen von Karlheinz Raab.
Während des ökumenischen Gottesdienstes und während der Führungen wurde ein für Furth wichtiges Ereignis immer wieder angesprochen.
Es was das Jahr 1372, als der damalige Fürstbischof von Eichstätt Raban Truchseß von Wilburgstetten eine ewige Pfarre (Priesterstelle) für die drei Dörfer Leerstetten, Großschwarzenlohe und Furth stiftete. Den Ort Furth hatte es vorher schon gegeben.

 

Die ersten Ansiedler waren Köhler, die etwa um 1200 am Hennabach, dem heutigen Hembach sesshaft wurden. Sie stellen aus Holz Holzkohle her, lebten ansonsten von dem,
was der Wald her gab:
Früchte, Beeren und Kräuter. Sie wohnten unmittelbar an ihren Meilern in Katen, auch Kotten genannt. Der Hennabach hat seinen Namen von Auerhähnen, die früher in diesem Gebiet einen optimalen Lebensraum hatten.
Der Name Furth lässt sich ebenfalls leicht erschließen. Hier führte eine Furth, eine vergleichsweise flache Stelle durch den Bach. Diese Furth ist heute lediglich auf Luftbildern noch zu erkennen.

Den Aufbau eines Meilers sowie die Herstellung der Holzkohle erläuterte Gerhard Sommer an einem teilweise noch offenen Meiler.

Neu war in diesem Jahr die Vorstellung verschiedener Berufe, die in früheren Zeiten in Furth neben der Köhlerei ausgeübt wurden.
Zu diesen zählte zum Beispiel die Schäferei. Die Köhlerfreunde konnten hierfür Florian Hiltner aus Heilsbronn gewinnen, der einige seiner Schafe mitgebracht hat.

Vorgestellt wurde auch das Imkerhandwerk, das der Waldimkerverein Schwand durch Bernd Krebs den Besuchern näher brachte.

Vorführungen über die Kunst des Schmiedens fanden im Ort statt.
Diese präsentierte Hans Sommer.


Auch das Klöppelhandwerk, einschließlich der Gewinnung von Wolle mit dem Spinnrad, konnten die Besucher bestaunen.

Das bis vor wenigen Jahren genutzte Backhaus der Familie Sörgel konnten sich die Besucher anschauen, sowie die dazu gehörigen Arbeitsgeräte.



Es gab Feuerspatzn, wie in den 50er Jahren


Das übrige Programm des Köhlerinformationstages erfreute sich großer Beliebtheit. Rund um den Stodl, einer früheren Scheune, war für die Verköstigung der zahlreichen Gäste gesorgt.

Während des Festes spielte Ralf Hofmeier aus Schwand für die Gäste im Stodl.




Für Kinder gab es ein kleines, handbetriebenes Karussell.


Sie konnten außerdem Papier selbst schöpfen und damit Grußkarten gestalten.


Darüber hinaus gab es einen Büchertisch, dessen Erlös für die drei Kirchengemeinden bestimmt war.
Die Further Köhlerfreunde konnten je 50,00 Euro bei den Pfarrämtern abgeben.

Besonders beliebt waren die Kutschfahrten durch den Wald mit Gerhard Peipp und Harald Rödl vom Reitstall Harm.

Kutschfahrten können Sie buchen unter: 09170-14 15  oder 

                                       0172-85 52 746                                                     

Auch eine Tombola, bei der überwiegend Further Produkte gewonnen werden konnten, hatten die Köhlerfreunde organisiert.


Besuch erhielt das Fest von den Schlepperfreunden Oberreichenbach, die mit zahlreichen Oldtimer-Traktoren anrückten.

Im Further Köhler-Häusla können Sie ganzjährig Informationen über die Holzkohle und über den Ort Furth nachlesen.