


Chronik von Furth
Um 1200 Einwanderung von Köhlern in das Gebiet östlich
von Schwand
1372 erste
Erwähnung in der Stiftungsurkunde einer ewigen Pfarrei für die drei Dörfer
(Leerstetten, Großschwarzenlohe, Furth) durch Bischof Raban von Eichstädt,
1420 als
Weiler Furth zur niederen Gerichtsbarkeit von Schwand gehörig
Dornröschenschlaf
1800 Aufbau
des Ortes Furth als typisches Straßendorf
Haupterwerb durch Köhlerei und Landwirtschaft
1948 Furth
bekommt Elektrizität
1950 nach dem
zweiten Weltkrieg erwerben Nürnberger Bürger Wochenendgrundstücke
1973 Anschluss
an die Fernwasserleitung nach Fürth, die durch den Ort gebaut wird
1976 neue Straße von Furth zur Hauptstraße
Schwand-Leerstetten
1979 Gebietsreform,
Zusammenlegung der Ortsteile zur Marktgemeinde Schwanstetten
nach 1990 Einschränkung der Köhlerei durch behördliche
Anordnung, erwirkt durch Beschwerden von einigen neu nach Furth gezogenen
Bürgern
1993/94 Bau und Anschluss an das Kanalsystem von
Schwanstetten
1996/97 neue Straßenbeleuchtung








Der Jakobsweg
Jakobswege Richtung Spanien nach
Santiago de Compostela gibt es schon seit vielen Jahrhunderten. Die Pilger
zogen über die bekannten und größtenteils auch sicheren Wege. Aber so wie auch
heute viele gut Betuchte keine Zeit mehr haben, war es auch schon im
Mittelalter.
Die Reichen nutzten Abkürzungen, und
gingen dabei auch das Risiko ein, mit Buschräubern und Strauchdieben
konfrontiert zu werden.
So galt auch der Jakobsweg von
Nürnberg über Furth und Harrlach nach Eichstätt als eine gute Abkürzung. Dass
dieser Weg gerne von reichen Pilgern genutzt wurde, sprach sich sehr schnell
beim Stadtgesindel herum.
So kamen auch die drei Nürnberger,
die rote Gys, der schwarze Egkbert und die einäugige Baderin, die sich ihren
Lebensunterhalt in der Stadt mit Karten legen und kleineren Diebstählen besorgt
hatten, auf die Idee, die Reichen auszunehmen.
Sie waren täglich auf dem Weg vom
Steinbrüchlein bis Harrlach unterwegs. Eines Tages kam ein polnischer Edelmann
auf seiner Pilgerreise durch Furth. Er war für die Reise finanziell gut ausgestattet.
Die rote Gys bot ihm an die Karten zu legen, um die Zukunft und die Weiterreise
voraus zu sagen.
Die einäugige Baderin machte sich mit
Kräuterauflagen und anderen Heilmitteln daran, den Reisenden zu stärken. Währen
die beiden Frauen mit dem Pilger beschäftigt waren, machte sich der schwarze
Egkbert mit dem Pferd und dem Gepäck des Pilgers aus dem Staub.
Ausgenommen und seiner Habseligkeiten beraubt, zog er weiter
gegen Süden, da es ihm nicht möglich war die drei, die sich in den dichten
Wäldern gut verstecken konnten, zu
finden. Nach vielen Monaten kehrte er von seiner Pilgerreise in seine Heimat
zurück. Dabei traf er die drei wieder in Furth, kurz vor dem Hennabach. Von seinen
Sünden geläutert und im Glauben gestärkt sprach er sie an. `Ab heute sollt ihr
keine ehrlichen Pilger mehr berauben. Ihr sollt aber hier an Ort und Stelle
stehen bleiben, auf ewig`.
Sie verwandelten sich in Eichen, die noch heute, nach vielen hundert Jahren an Ort und Stelle stehen. Vom Bushäuschen aus betrachtet steht links die rote Gys, in der Mitte der schwarze Egkbert, und rechts die einäugige Baderin. Wer genau hin schaut, kann ihr Auge noch in Höhe der Astgabelung erkennen.
